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Welche Brillenfassung steht wem?
Tipps für die Auswahl der passenden Brille
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Eine gute Brille ist eine wichtige Anschaffung, man muss und möchte sie dauerhaft tragen und gut damit aussehen. Der Markt bietet eine Vielzahl schöner Brillengestelle, oder wie der Fachmann sagt, „Brillenfassungen“. Doch welche ist die richtige Fassung? Welche Form, welche Größe, welche Farbe oder soll sie doch randlos sein? Es gibt ein paar Grundregeln, die bei der Auswahl beim Optiker helfen können.
Jedes Gesicht ist wie auch jedes Auge individuell. Geschmack und Stil sind unterschiedlich. Möchte ich mit meiner Brille den eigenen Typ betonen oder verändern? Dies alles gilt es beim Kauf einer Brillenfassung zu berücksichtigen. Wir suchen quasi die Nadel im Heuhaufen oder besser noch die „Eier legende Wollmilchsau“. Deshalb hilft es, sich im Vorfeld schon einmal Gedanken zu machen. Generell gilt: Schaffen Sie optische Gegensätze. So sollte die Form der Brillenfassung der Gesichtsform entgegenwirken und einen Ausgleich schaffen. Dies harmonisiert das Gesamtbild.
Nicht immer ist es leicht, die richtige Brillenfassung passend zur eigenen Gesichtsform zu wählen. Der Typ mit ovaler Gesichtsform hat es einfach – er hat das sogenannte „Brillengesicht“.
1. Die ovale Gesichtsform
Freuen Sie sich, Sie haben den Hauptpreis gezogen. Die ovale Gesichtsform ist das ideale „Brillengesicht“ und erfreut jeden Optiker. Nahezu jedes Brillengestell passt. Vermeiden sollten Sie jedoch Brillenfassungen, die an der Seite zu weit ausladend sind, oder ganz kleine runde Brillen. Besonders gut sollten Ihnen rechteckige Formen stehen.
2. Die runde Gesichtsform
Versuchen Sie es mit markanten, eckigen und eher strengeren Brillenfassungen. Also quadratische bis leicht rechteckige Formen. Diese verleihen einem eher runden Gesicht Kontur. Farblich dürfen Sie mutig sein. Passend sind auch Brillen mit einem breiteren Rand. Vermeiden Sie weiche, feine und rundliche Brillengestelle.
3. Die dreieckige bzw. herzförmige Gesichtsform mit breiterer Stirn und spitzerem Kinn
Tendieren Sie unbedingt zu ovalen, aber auch rundlichen Brillenfassungen - oder zu weichen und flacheren Formen in eher dezenter Farbgebung. Vorteilhaft ist eine optische Teilung der Gesichtslänge mit Hilfe der Brille. Lassen Sie die Hände von zu kleinen und eckigen Fassungen mit kräftigen Farben.
4. Die längliche bzw. rechteckige Gesichtsform
Ihr Gesicht wirkt schmal, Ihre Wangenknochen liegen eher tief, das Kinn und der Unterkiefer sind eher ausgeprägt? Sie können von einer Brille profitieren. Denn sie teilt Ihr Gesicht optisch und lässt es weniger lang wirken. Wählen Sie am besten Brillen mit breitem Steg und tief sitzenden Brillenbügeln. Ovale Brillenfassungen passen zu Ihnen, wählen Sie diese aber nicht zu klein. Auch randlose Brillen mit zarten Konturen könnten Ihnen gut zu Gesicht stehen. Unterstreichen Sie Ihren markanten Gesichtstyp.
5. Die quadratische Gesichtsform
Sie sollten versuchen, mit Hilfe der Brille Ihre Gesichtsform optisch zu strecken. Kinn, Unterkiefer und Stirn sind sehr markant. Probieren Sie leicht rundliche und nicht zu kleine Brillenfassungen mit flacher Linienführung. Auch randlose Brillen sollten Ihnen gut stehen. Vermeiden Sie eckige und kleine Brillen.
Die Farbe der Brillenfassung
Vielleicht haben Sie schon von den Farbtypen gehört. Sie werden über die Haarfarbe, das Hautcolorit und die Augenfarbe definiert und nach den vier Jahreszeiten benannt. Diese Typologie kann Ihnen bei der Farbwahl der Brillenfassung und Tönung helfen.
Der Winter-Typ:
Der Winter-Typ hat häufig eine sehr helle Haut mit einem bläulich schimmernden Unterton, oft ist die Haut auch olivfarben. Ohne Make-up wirkt dieser Typ blass. Meistens ist er dunkel- bzw. schwarzhaarig. Denken Sie beispielsweise an Elizabeth Taylor. Die Augenfarbe ist Haselnussbraun, Blau oder Grün. Dem Winter-Typ stehen klare, kräftige und kühle Farben wie Schwarz, Weiß, Grau, Blau. Er sollte Gold, Braun, Orange und Pastelltöne meiden. Bei der Brillenauswahl passen sehr gut silbrige oder blauschwarze Modelle.
Der Frühlings-Typ:
Marilyn Monroe war ein Frühlings-Typ. Die Hautfarbe ist Pfirsichfarben mit goldenen Sommersprossen. Oft ist die Haarfarbe Blond bis Rotblond und die Augenfarbe Blau, Blaugrau, Grün, Graubraun oder Goldgrün. Diesem Typ stehen die Farben des Frühlings wie Naturweiß, Cremebeige, Flieder, Lachs, Kornblumenblau, Rosé, warme Brauntöne, Gold, Kupfer und Bronze. Als Brillenfarbe sind Gold, Beige, Hummerrot oder ein helles Braun passend.
Der Sommer-Typ:
Dieser Typ hat meist aschblondes Haar und eine hellblaue, braune oder graue Augenfarbe. Die Haut ist hell und rosig, fast pastellfarben. Typisch war Grace Kelly. Die Farben des Sommer-Typs sind kühl, intensiv, aber nicht zu knallig und dunkel, wie Graublau, Rosa, Rot, Silbergrau und Altweiß. Meiden sollte der Sommer-Typ Schwarz, Gold, Orange und Schneeweiß. Für die Auswahl der Brille können Sie Rosa, Hellblau oder Violett versuchen.
Der Herbst-Typ:
Herbst-Typ ist beispielsweise die Sängerin Milva. Dieser Typ hat einen goldenen Hautton, aber auch elfenbein- oder pfirsichfarben, und er neigt zu Sommersprossen. Er ist meist rothaarig mit goldenem Schimmer und hat eine dunkelbraune, grünbraune oder grüne Augenfarbe. Er sollte alle erdigen Farben wie Braun-, Orange- und dunkle Grüntöne sowie tiefe Rottöne und auch Elfenbein oder Vanille bevorzugen. Er sollte Gold, Bronze und Kupfer tragen. Gold und alle Naturfarben passen auch bei der Auswahl der Brille.
Noch ein paar Tipps
Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Brillenfassung darauf, dass Ihre Augenbrauen entweder oberhalb oder exakt mit dem oberen Brillenrand verlaufen. Auch eine lange oder zu kurze Nase können Sie optisch mit der Wahl der Brille ausgleichen. Sitzt das Brillengestell tief auf der Nase, verkürzt es sie, und umgekehrt. Läuft das Brillenglas weiter nach unten aus, wirkt das Gesicht kürzer.
Und: Nehmen Sie sich Zeit bei der Wahl Ihrer Brille, probieren Sie viele Fassungen aus, und lassen Sie sich von Ihrem Optiker eingehend beraten. Zeigen Sie Ihre Auswahl Ihrem Partner oder Freunden, und lassen Sie sich so auch von Menschen beraten, die Sie häufig sehen und gut beurteilen können. Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie sich mit Ihrer Brille wohl fühlen.
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